Zückerchen

Hochzeitstorte, die 1ste…

Erst als ich in den Vorbereitungen zu meiner eigenen Hochzeit steckte, hat mich die heisse Liebe zu Torten, speziell solchen mit dieser (bestenfalls) makellosen Zuckerdecke, gepackt.

Ich hatte ein solch zauberhaftes Kunstwerk zwar schon viele, viele (bin ich denn echt so ne alte Schachtel?) Jahre zuvor im Schaufenster einer Londoner Konditorei bestaunt… aber erst, als es für mich ernst wurde, habe ich mich so richtig damit befasst.

Und was ein echtes Brautmonster (winke winke Mädels!!!) sein will, das lässt sich nicht mit IRGENDeiner Torte abspeisen… nene schick muss sie sein. Ja okay, lecker wär auch nicht schlecht.

Schnell bin ich auf der Seite von Madame Miammiam gelandet, deren Künste seit jeher mein größter Ansporn sind. (Ja klar, träum weiter…)

Naja, worauf will ich hinaus? Ach ja genau… da ich noch von mir selbst wusste, welche Ansprüche ich an meine Torte gestellt habe (die übrigens nicht von Madame M. war, weil das leider völlig unser Budget überstiegen hätte… verdammt!) war ich schier aus dem Häuschen, als mich eine gute Bekannte bat, ihre Hochzeitstorte zu backen. WAS? ICH? BIST DU IRRE? Wo krieg ich denn so schnell den Baldrian her???

Nun ja, ich war ein großes Zückerchen und habe es überstanden. Ich gebe zu, runde Torten liegen mir eher als eckige, was daran liegen könnte, dass sie meiner Meinung nach leichter einzudecken sind…

Trotzdem habe ich mich der Herausforderung gestellt…

Collage_Hochzeitstorte_Web

Ihr seht, relativ schlicht, und das Motto war nunmal schwarz-weiss. Und da der Bräutigam seiner Liebsten als Antrag ein Puzzle zum Basteln (ich glaube, das Ergebnis war ein Foto vom Ring) vorgelegt hatte, mussten wir das natürlich auch irgendwie einbauen. Naja… die Kanten schreien mich immer noch an: „bist Du blind oder was? DAS soll glatt sein?“… aber wir haben uns verziehen.

SONY DSC

Vor lauter Schreck sind alle nachfolgenden Tortengeschenke immer rund geworden… aber irgendwann muss ich mich der Herausforderung doch nochmal stellen, das KANN doch wohl nicht unmöglich sein.

Meine zweite Hochzeitstorte ist rund geworden, und ist sowas wie mein kleines Baby… und wie das mit Babys so ist… man hat häufiger mal Sorgen, et läuft nich allet so wie man das gern hätte und am Ende ist man immer schlauer…

Aber dazu ein anderes Mal meine Lieben, jetzt ab mit Euch in die Federn, oder auf die Piste, oder ins Kino… ach, macht doch was Ihr wollt ;-)

Liebste Grüße von mir

Let them eat (cup)cakes!

Hallo liebster Besuch!!! Ich freu mich, dass Du hier bist, obwohl ich mich ganz schön rar gemacht habe… jaja ich schäm mich, versprochen, ein bisschen!

Aber jetzt bin ich ja da!! Und ich bleib ein bisschen! Möchte jemand einen Kaffee? Oder lieber einen Tee? Glühwein hab ich grad nicht da, aber schließlich ist es in meiner guten Stube auf meinem Sofa auch gemütlich warm, da würde das überhaupt nicht passen.

Draussen stürmt es… pfui… dann doch lieber nochmal Schnee, oder? Aber auch nur, weil ich grad nicht raus muss. Ich bin zugegebenermaßen nicht wirklich ein Freund von Schnee und Autofahren in Kombination. Ich weiß, das sagt jeder, aber ich habe wirklich keine Angst vor der Fahrt auf Schnee an sich… die Unberechenbarkeit der Anderen… egal, ich schweife ab.

Wo waren wir? Ach ja… Kaffee oder Tee… was mir fehlt ist etwas für den süßen Zahn. Der ja Gott sei Dank bei mir gar nicht ausgeprägt ist *räusper*.

Dabei fällt mir ein, dass ich da noch ein paar Fotos in der Hinterhand habe, die meine liebe Fotofee schon im Frühling gemacht hat. An diesem tollen Tag, an dem ich gelernt habe, dass weniger wirklich manchmal mehr ist.

Klar sehen Buttercremehäubchen auf einem Cupcake ganz zauberhaft aus. Aber wer soll das Stück Butter denn bitte essen? Und über die Ähnlichkeit zu Hundeabsorbtionen (??????) will ich lieber gar nicht erst reden… Ihr seht, mir gelingt bei WEITEM nicht immer alles… hah… wär das toll!!!

Collage Cupcake

Naja… in der Zwischenzeit habe ich dann auf eine andere Spritztülle umgeschwenkt (geschwunken???? Oh Gott, wenn das meine Schwiegermama -> Deutschlehrerin liest!) und jetzt gefällt es mir besser. Davon habe ich natürlich KEIN Foto. Jaja ich weiß, schämen und so!

Ich muss aber gestehen, dass Cupcakes im Hause Zückerchen schwer zu kurz kommen. Bis auf eine heisse Affaire mit Schokoladencupcakes mit Peanutbutter-Frosting (verboten!!! lecker!!!) war hier in letzter Zeit nicht so viel mit „go ahead and eat cupcakes“… das muss sich ändern, ich weiß.

Cupcakeeinladung alleine

Ich geb mein Bestes!

Und jetzt ab auf Deine eigene Couch, ich muss jetzt mit meinem Lieblingsmann Weihnachtsdeko kaufen gehen! War schön mit Dir! Bis bald!!!

Dein Zückerchen

Ach übrigens…

Jeder süße Zahn braucht ja auch mal was Salziges. Kann ich auch. Naja sagen wir… krieg ich auch hin… schmeckt, ist noch keiner von gestorben, landet seltenst im Müll.

Aber ich muss ja gestehen, wenn überhaupt bestehen meine herzhaften Glanzleistungen hauptsächlich aus (guter?) Hausmannskost… Dampfnudeln (herzhaft!), Erbsensuppe, Dicke Bohnen mit Speck… das geht ganz gut… und Nudeln kochen is´auch Kochen.

Aber die wahren Offenbarungen aus der Welt von Salz & Friends kommen im Hause Zückerchen von meiner besseren Hälfte.  Er geht mit einer unglaublichen Kreativität an die Sache ran, da werd ich blass. Hier noch etwas Gewürz in Sößchen, undenkbare Gewürzkombis die mich am Ende vom Stuhl hauen, und zwar nur positiv.

Daher, wenn Ihr gestattet, werde ich von Zeit zu Zeit einen Gastblogger an die Tastatur lassen: meinen Gatten. Er wird Euch dann mit den tollsten herzhaften Ideen beglücken, die ich (aufopfernd wie ich ja nunmal bin) NUR für Euch testessen werde… jaja… selbstloses Zückerchen ;-)

Ich freu mich jetzt schon…

Au weia…

Da will man ein Teil der Bloggerwelt werden und dann das… ganze zwei Monate Abstinenz. Dabei warten doch noch soviele Bildchen und Rezepte darauf, mit Euch geteilt zu werden. Ich schäme mich… versprochen… ein bisschen!

Aber wisst Ihr, da war soviel Neues, aaaaalle (naja ok nicht ganz) meine Freundinnen haben die weltsüßesten Babies bekommen und der Rest beeilt sich grade, für Nachschub zu sorgen.

Dann haben wir ja einen ganz traumhaft schönen Garten (naja ok NOCH nicht ganz), der weiter bearbeitet werden wollte…

Und zu allem übel lag ich dann auch noch mit einem fiesen Bazillus flach. Aaaber wir haben ihn besiegt… pah…

Naja hilft alles nix, ich habe mein Blog-Baby und Euch schändlich vernachlässigt und werde schnellstens Buße tun (dabei völlig unkatholisch, diese Blog-Mutti).

Bleibt mir hold ;-) Ich komm schnell wieder!

Zuckergrüße an Euch!

Ich weiß zwar nicht genau, wie ich das hinbekommen habe…

… aber ich hab den tollsten Typen der Welt zum Mann.

Der freut sich nicht nur wenn ich backe, er unterstützt es sogar. Durch unglaublich viel das gerade eben ausreichende Maß an Geduld, konstruktive Kritik uuuuund… indem er einfach tolle Sachen kauft, von denen er meint, ich könnte sie schön finden. Und das Beste ist… es stimmt!!!

Ich find das Ding soooo schick und somit musste es schnellstens eingeweiht werden. Zum Geburtstag habe ich von einer meiner liebsten Freundinnen ein wirklich schreckliches Backbuch geschenkt bekommen… man fängt bei der erstens Seite an zu sabbern staunen und hört auf der letzten Seite auch nur damit auf, um kleine Zettelchen zu holen, die die Seiten markieren, deren Rezepte SOFORT gebacken werden müssen.

Und wie es der Zufall so wollte, ist in diesem schicken Büchlein auch ein Rezept für einen

Ich muss zugeben, ich bin grundsätzlich erstmal skeptisch bei Backzutaten wie Bier. Oder Zucchini… oder rote Beete. Aber selbst Engstirnige wie ich sind bereit, ihren Horizont zu erweitern, wenn so ein OBERHAMMER dabei rauskommt.

Soll kein Eigenlob sein, denn man muss sich für diesen Geschmacksknüller einfach Schritt für Schritt an die (ausnahmsweise, ich kenn da andere Fälle) exakt funktionierende Backanleitung halten und ich verspreche Euch, Ihr bekommt ein Küchlein, dass so saftig ist, dass man beim Anschnitt meint, es sei nicht durchgebacken (ist es aber, lasst Euch nicht täuschen) und das von Tag zu Tag noch leckerer wird.

Ich finde, das Guinness schmeckt man überhaupt nicht, der Malzanteil scheint den Kakaogeschmack bloß zu vertausendfachen. Also, wer es nicht so mit Schoki hat, sorry… Euer Pech :-)

Dummerweise habe ich das Kleeblatt nicht mittig hinbekommen… deswegen muss der Kuchen schnellstens aufgegessen werden, kann man ja niemandem antun so ;-)

Und weil ich ja versprochen habe, auch mal mit dem Rezept-einstellen anzufangen, kommt hier ein kleiner Auszug aus dem Backbuch:

GUINNESS-SCHOKO-KUCHEN für Schokoholics wie mich

Rezept für eine 22cm Backform, ich habe allerdings eine 20cm Form genommen, funktioniert auch prima, braucht nur ca. 15 Min länger im Ofen

Für den Teig

  • 250ml ungekühltes Guinness
  • 250g weiche Butter
  • 80g Kakaopulver (ich habe Backkakao genommen, ohne Zucker)
  • 400g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 140ml Buttermilch
  • 280g Mehl
  • 2 TL Natron
  • 1/2 TL Backpulver

Für das Frosting

  • 50g weiche Butter
  • 300g Puderzucker
  • 125 Frischkäse Doppelrahmstufe
  • je nach Geschmack Kakaopulver zum Bestäuben oder nicht mittige Bildchen aufzustäuben

Den Backofen heizt Ihr auf 170°C (oder bei Umluft 150°C) vor und legt den Boden der Springform mit Backpapier aus.

Das Guinness und die Butter in einem Topf vorsichtig erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Vom Herd nehmen und dann Kakao, Zucker und Vanillezucker unterrühren, bis alle Klümpchen verrührt sind.
Eier und Buttermilch verquirlen und unter die Kakaomasse rühren.

Mehl, Natron und Backpulver in eine große Schüssel sieben, um dann die Kakaomasse langsam unterzurühren. (Ich persönlich dachte zuerst, ich hätte was falsch gemacht, aber die Masse wird nach ausreichendem Rühren tatsächlich glatt). Allerdings möchte ich das nächste Mal versuchen ob es nicht andersrum besser klappt (ohne lahme Arme), also Mehlmischung nach und nach unter die Schokomasse rühren.

Den Teig füllt Ihr dann in die Springform und lasst ihn auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten (auf die 22cm Form bezogen, bei mir mit 20cm war es etwa eine Stunde) backen.

Bitte Stäbchenprobe nicht vergessen! (Seitdem ich backe, sollte ich eigentlich Umsatzbeteiligung von den Schaschlikspieß-Herstellern bekommen… die finden dank mir reissenden Absatz)

Kuchen dann ein paar Minuten in der Form auskühlen lassen, danach vollständig auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

VORSICHT: bei mir war das gute Stück recht instabil, weil halt total fluffig innendrin. Also, wenn Ihr so wie ich den Kuchen möglichst in EINEM Stück mit Frosting überziehen wollt, seid schön vorsichtig beim „von A nach B transportieren“.

Für das Frosting werden Puderzucker und Butter mit dem Handrührer bei niedriger Geschwindigkeit so lange verrührt, bis sich die Butter mit dem Zucker vermengt hat, das Ganze sieht laut Backbuch dann „pudrig“ aus. Jetzt wird der Frischkäse nach und nach dazugegeben, zum Schluss bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen, bis eine fluffig-leichte Creme entstanden ist.

Wenn der Kuchen VOLLSTÄNDIG ausgekühlt ist (sonst schmilzt Euch das Frosting nämlich wieder vom Kuchen runter, es soll Bäckerinnen gegeben haben, die den Kuchen nochmal flott in den Tiefkühler gelegt haben… kenn ich aber nicht persönlich… Ähnlichkeiten reiner Zufall), setzt Ihr ihn auf eine Tortenplatte und verziert ihn dort mit dem Frosting.

Beim nächsten Mal werde ich den Kuchen am Vortag backen und in Frischhaltefolie eine Nacht ruhen lassen. Ich gehe davon aus, dass er dann beim „be-frosten“ nicht mehr so krümelt.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass es superlecker ist, den Kuchen in zwei Lagen zu schneiden und etwas mehr Frosting zu machen, um eine Schicht zwischen die Lagen zu geben…

Ich wünsch Euch viel Spaß beim nachbacken… ich werde berichten, welches figurschändliche Rezept ich als Nächstes aus „Süsse Sünden“ ausprobiert habe.

Habt einen schönen Sonntag! Euer Zückerchen