Zückerchen

Ich weiß zwar nicht genau, wie ich das hinbekommen habe…

… aber ich hab den tollsten Typen der Welt zum Mann.

Der freut sich nicht nur wenn ich backe, er unterstützt es sogar. Durch unglaublich viel das gerade eben ausreichende Maß an Geduld, konstruktive Kritik uuuuund… indem er einfach tolle Sachen kauft, von denen er meint, ich könnte sie schön finden. Und das Beste ist… es stimmt!!!

Ich find das Ding soooo schick und somit musste es schnellstens eingeweiht werden. Zum Geburtstag habe ich von einer meiner liebsten Freundinnen ein wirklich schreckliches Backbuch geschenkt bekommen… man fängt bei der erstens Seite an zu sabbern staunen und hört auf der letzten Seite auch nur damit auf, um kleine Zettelchen zu holen, die die Seiten markieren, deren Rezepte SOFORT gebacken werden müssen.

Und wie es der Zufall so wollte, ist in diesem schicken Büchlein auch ein Rezept für einen

Ich muss zugeben, ich bin grundsätzlich erstmal skeptisch bei Backzutaten wie Bier. Oder Zucchini… oder rote Beete. Aber selbst Engstirnige wie ich sind bereit, ihren Horizont zu erweitern, wenn so ein OBERHAMMER dabei rauskommt.

Soll kein Eigenlob sein, denn man muss sich für diesen Geschmacksknüller einfach Schritt für Schritt an die (ausnahmsweise, ich kenn da andere Fälle) exakt funktionierende Backanleitung halten und ich verspreche Euch, Ihr bekommt ein Küchlein, dass so saftig ist, dass man beim Anschnitt meint, es sei nicht durchgebacken (ist es aber, lasst Euch nicht täuschen) und das von Tag zu Tag noch leckerer wird.

Ich finde, das Guinness schmeckt man überhaupt nicht, der Malzanteil scheint den Kakaogeschmack bloß zu vertausendfachen. Also, wer es nicht so mit Schoki hat, sorry… Euer Pech :-)

Dummerweise habe ich das Kleeblatt nicht mittig hinbekommen… deswegen muss der Kuchen schnellstens aufgegessen werden, kann man ja niemandem antun so ;-)

Und weil ich ja versprochen habe, auch mal mit dem Rezept-einstellen anzufangen, kommt hier ein kleiner Auszug aus dem Backbuch:

GUINNESS-SCHOKO-KUCHEN für Schokoholics wie mich

Rezept für eine 22cm Backform, ich habe allerdings eine 20cm Form genommen, funktioniert auch prima, braucht nur ca. 15 Min länger im Ofen

Für den Teig

  • 250ml ungekühltes Guinness
  • 250g weiche Butter
  • 80g Kakaopulver (ich habe Backkakao genommen, ohne Zucker)
  • 400g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 140ml Buttermilch
  • 280g Mehl
  • 2 TL Natron
  • 1/2 TL Backpulver

Für das Frosting

  • 50g weiche Butter
  • 300g Puderzucker
  • 125 Frischkäse Doppelrahmstufe
  • je nach Geschmack Kakaopulver zum Bestäuben oder nicht mittige Bildchen aufzustäuben

Den Backofen heizt Ihr auf 170°C (oder bei Umluft 150°C) vor und legt den Boden der Springform mit Backpapier aus.

Das Guinness und die Butter in einem Topf vorsichtig erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Vom Herd nehmen und dann Kakao, Zucker und Vanillezucker unterrühren, bis alle Klümpchen verrührt sind.
Eier und Buttermilch verquirlen und unter die Kakaomasse rühren.

Mehl, Natron und Backpulver in eine große Schüssel sieben, um dann die Kakaomasse langsam unterzurühren. (Ich persönlich dachte zuerst, ich hätte was falsch gemacht, aber die Masse wird nach ausreichendem Rühren tatsächlich glatt). Allerdings möchte ich das nächste Mal versuchen ob es nicht andersrum besser klappt (ohne lahme Arme), also Mehlmischung nach und nach unter die Schokomasse rühren.

Den Teig füllt Ihr dann in die Springform und lasst ihn auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten (auf die 22cm Form bezogen, bei mir mit 20cm war es etwa eine Stunde) backen.

Bitte Stäbchenprobe nicht vergessen! (Seitdem ich backe, sollte ich eigentlich Umsatzbeteiligung von den Schaschlikspieß-Herstellern bekommen… die finden dank mir reissenden Absatz)

Kuchen dann ein paar Minuten in der Form auskühlen lassen, danach vollständig auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

VORSICHT: bei mir war das gute Stück recht instabil, weil halt total fluffig innendrin. Also, wenn Ihr so wie ich den Kuchen möglichst in EINEM Stück mit Frosting überziehen wollt, seid schön vorsichtig beim „von A nach B transportieren“.

Für das Frosting werden Puderzucker und Butter mit dem Handrührer bei niedriger Geschwindigkeit so lange verrührt, bis sich die Butter mit dem Zucker vermengt hat, das Ganze sieht laut Backbuch dann „pudrig“ aus. Jetzt wird der Frischkäse nach und nach dazugegeben, zum Schluss bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen, bis eine fluffig-leichte Creme entstanden ist.

Wenn der Kuchen VOLLSTÄNDIG ausgekühlt ist (sonst schmilzt Euch das Frosting nämlich wieder vom Kuchen runter, es soll Bäckerinnen gegeben haben, die den Kuchen nochmal flott in den Tiefkühler gelegt haben… kenn ich aber nicht persönlich… Ähnlichkeiten reiner Zufall), setzt Ihr ihn auf eine Tortenplatte und verziert ihn dort mit dem Frosting.

Beim nächsten Mal werde ich den Kuchen am Vortag backen und in Frischhaltefolie eine Nacht ruhen lassen. Ich gehe davon aus, dass er dann beim „be-frosten“ nicht mehr so krümelt.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass es superlecker ist, den Kuchen in zwei Lagen zu schneiden und etwas mehr Frosting zu machen, um eine Schicht zwischen die Lagen zu geben…

Ich wünsch Euch viel Spaß beim nachbacken… ich werde berichten, welches figurschändliche Rezept ich als Nächstes aus „Süsse Sünden“ ausprobiert habe.

Habt einen schönen Sonntag! Euer Zückerchen

 

 

Kommentare

One Coment

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  • Susi says on: 16. September 2012 um 14:42

     

    …nach dem Anschnitt könnt man auch meinen jeden Moment kommt ein Tropfen Schokolade getropft, soooo saftig ist der Kuchen :)

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